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 Konzertberichte
Blueser Offline




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02.11.2009 15:15
24. Oktober 2009: Engerling Zitat · antworten


„Engerling“ im „frannz“. Das war ein Muss. Zumal ich schon seit einiger Zeit an Entzugserscheinungen litt.

Damals in den 1970er Jahren im „Erich-Franz-Club“ hat alles angefangen. Und der „EFC-Blues“, eigentlich „Der Blues vom roten Hahn“, erinnert daran. Nein, angefangen hat es bei mir schon viel früher: im Leipziger „Anker“, in der „Sonne“ in Schkeuditz, in der „Centrahalle“ in Gaschwitz, in Zweenfurth und in Röcknitz. Aber im EFC hatte ich meine erste Begegnung mit den Engerlingen und fortan trieb es mich sooft ich konnte dorthin. Heute erinnert nicht mehr viel an die damalige Zeit.

Der „frannz“ war an diesem Abend nicht nur recht ordentlich besucht, sondern auch sehr ordentlich beheizt. Als Heiner Witte kurz nach 20:15 Uhr den Laden betrat, wusste ich, es würde noch eine Weile dauern. Zeit um ein paar Leute zu begrüßen. Eine Überraschung gab es auch. „Emmes“ von „Monokel“ managte Vertretungsweise die Engerlinge. Gegen 21:00 h erklingt urplötzlich ein Saxophon. Die Bühne ist noch leer. Dennoch war klar. Das konnte nur Uwe Albinger sein. „Ufo“ ist inzwischen Stammgast bei den Engerlingen und das ist gut so. Er schritt spielend auf die Bühne. Die Engerlinge folgten ihm und legten ohne Vorrede los. Es fasziniert mich immer wieder. Kein Engerlingkonzert gleicht dem anderen. An diesem Abend hatte ich den Eindruck, der Bodag hätte ganz besonders gefühlsbetonte Stücke aus dem unerschöpflichen Engerling-Fundus ausgesucht. Und improvisiert wurde auch wieder. Herrlich. Nicht nur beim „Narkoseblues“, bei dem es wie immer plötzlich den „Apfeltraum“ von Cäsar zu hören gibt. Selbst bei den Stonesklassikern wird kräftig improvisiert. Ohne Stones geht bei „Engerling“ gar nichts. Von den alten Engerlingsachen gab es den „Moll-Blues“, „Da hilft kein Jammern“ und natürlich das Lied von den Maikäfern in den Zigarrenkisten. Und tatsächlich, genau wie von Bodag beschrieben, haben auch wir als Kinder Maikäfer gesammelt. Aber das ist längst vorbei. Wo bitte gibt es denn heute noch Maikäfer? Viel zu schnell vorbei war auch dieses Konzert. Bodag gibt zu verstehen, dass man die Bühne räumen müsse. Die Discogänger drängten bereits in den Saal, noch während die Engerlinge ihre Zugabe, „Like a Rolling Stone“, spielten. Das ist halt Berlin! Die letzten Takte waren verklungen. Hannes kletterte schon hinter dem Schlagzeug hervor, als "Boddi" noch eine Nummer anstimmte und man setzte noch einen oben drauf.

(Blueser)

Der Blues muss bewaffnet sein, sonst glaubt dir kein Schwein.

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