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 Blues CD- & DVD Tipps
Jeronimo Offline




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22.04.2015 20:34
Henrik Freischlader - Live 2014 Zitat · antworten



Henrik Freischlader "Live 2014" – Night Train To Budapest Farewell Tour –
Cable Car Records 2015, 10 Tracks ca. 71min.

Hat ein Live-Album eines Künstlers Berechtigung, dessen Wirken seit 2008 wirklich bestens dokumentiert ist, mit einer 3-CD "HFB Live" von 2008, der 2-CD "Tour 2010", sowie der 4-CD Box "Show 47 & 27" von der 2012er Tour (Release 2013), von der Show "47" auch auf DVD erhältlich ist?

Ja und das aus zwei Gründen: Ein Wort im Untertitel der CD "Night Train To Budapest Farewell Tour" legitimiert dieses Live-Album und dieses Wort ist "Farewell". Der zweite Grund: Ich wäre froh, wenn jeder Künstler sein Werk auch so veröffentlichen könnte. Doch das funktioniert nur dann, wenn man vorher das Risiko eingegangen ist und eine eigene Plattenfirma gegründet hat und die Veröffentlichungspolitik selbst bestimmen kann.

Kurz nach Erscheinen der letzten Studio CD "Night Train To Budapest", gab Henrik die Auflösung der Band bekannt, jedoch würde es noch eine Abschiedstournee geben.
(Eine kurze persönliche Bemerkung: Danke, Cable Car Records und Henrik Freischlader, dass ihr Hamburg, das zunächst nicht für die Tour vorgesehen war, doch noch auf die Tourliste gesetzt habt. So hatten auch Fans aus Norddeutschland Gelegenheit, sich von Henrik und der Band zu verabschieden).

Sicher wird Henrik etwas anderes machen, dazu ist er zu sehr Vollblutmusiker, aber was, das hat er noch nicht durchblicken lassen. Bestimmt wird er weiterhin auf seinem Label neue Künstler produzieren, wie das, der im Vorprogramm aufgetretenen Linda Sutti, die auch gerade ein von Henrik produziertes Album "Wild Skies" am Start hat. Wo ich gerade dabei bin: Auch "Firegirl" Layla Zoe hat ein neues 2-CD Livealbum am Start "Live At Spirit Of 66" und ein richtig starkes, das aber noch seine eigene Rezension erhält.

Für "Live 2014" hat Henrik 10 Stücke ausgesucht, die es auf über 70 Minuten Länge "bringen" und einen Spannungsbogen haben, der von den Anfängen der "Henrik Freischlader Band", bis zum letzen Album reicht. Die einzelnen Songs sind aus verschiedenen Städten, es ist also kein gesamtes Konzert zu hören, die Tracks geben aber gut wieder, was im Konzert gespielt wurde.

Beginn ist "A Better Man" vom "Budapest" Album, das mit insgesamt 4 Tracks auch am stärksten vertreten ist, doch mit dem 2., 3. und 4. Song "Too Cool For Me" von "Get Closer" und "Disappointed Woman" von "The Blues", sowie "Keep Playin'" (Get Closer) greift Henrik seine Anfangszeit auf und gewohnt charmant und freundlich erzählt Henrik davon, wie er als 16jähriges Blues-Greenhorn den Song vom "The Blues" Album "Disappointed Woman" schrieb und wie dürftig seine Englischkenntnisse zu der Zeit waren. Doch wie er und seine großartige Band den, oder die Songs 2014 interpretiert, ist natürlich allererste Sahne. "Mr. Mo" legt bei "Keep Playin'" ein Solo hin, dass es einem die Sprache verschlägt. Aber apropos "Mr. Mo": Moritz Fuhrhop an den Keyboards, Theofilos Fotiadis am Bass, sowie Dirk Sengotta an den Drums bilden mit Henrik eine "tighte" Einheit und ich glaube besser werden sie nicht mehr und nach oben ist kaum Luft, so gut spielt die Band. Sie haben ein Level erreicht, das auch international für Furore und Erstaunen gesorgt und gezeigt hat, wie gut man auch in Germany den Blues spielen kann.
Es ist fast so, als wäre es nach dem Motto: "Wenn's am schönsten ist, höre auf" gegangen!

Nach dem Ausflug in die Anfangszeit, kommen drei Tracks von der "Budapest" CD. "Everything Is Gone", "Point Of View" und "Gimme All You Got".
Auch diese relativ neuen Stücke "sitzen". Es folgt noch "She Ain't Got The Blues" (The Blues) und ein "Guitar Intro", bevor Track 10 "Desert Love" das Album beendet. Es ist ein Song vom 1. Album Henrik's auf seinem "Cable Car Records" Label "Recorded by Martin Meinschäfer". In 11:21 zeigt Henrik warum er zur Spitze des europäischen Blues zählt.

Wie gewohnt hat das Team Freischlader/Meinschäfer produziert und aufgenommen, Timo Wilke zeichnet für das tolle Artwork verantwortlich (Rückseite des Booklets ist ein kleines, feines Poster), Katharina Pohl zog im Hintergrund die Fäden, nur: Ein "wie gewohnt" wird es nicht mehr geben. Das lässt einen natürlich etwas traurig zurück, denn wir haben nicht so viele, die auf dem Niveau von Henrik und seiner Band spielen.
Doch wie schon gesagt, ich bin sicher, wir hören weiterhin von Henrik Freischlader, was für Pläne er auch hat.

::cs::



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