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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 7.744 mal aufgerufen
 rund um´s Bluesschema
Mr sven Offline



Beiträge: 3
Punkte: 3

06.07.2008 16:12
Blues Schema bitte schnell antworten Zitat · antworten

Also ich schreibe morgen eine Klassenarbeit in Muski!

Ich komm nicht dahinter was das Blues Schema soll?? TTTTSSTTDSTT so geht das Starndart scheman nur was ist damit gemeint welche Tonika und welche Subdominante???

Also um genaus zu sein kenn ich mich mit Musik nicht gut aus und würde gerne eine kurze Zusammenfassung haben über die Bedeutung zu diesen T;S und D??

ich bedank mich jezt schon,

mfg sven

orgmic Offline




Beiträge: 272
Punkte: 388

06.07.2008 17:42
#2 RE: Blues Schema bitte schnell antworten Zitat · antworten

Hallo Sven,

T = Tonika = 1. Stufe (in C Dur = C)
S = Subdominante = 4. Stufe (in C Dur = F)
D = Dominante = 5. Stufe (in C Dur = G).

ansonsten findest Du hier alles dazu:

http://www.renesenn.de/blu-the1.htm#Standard-Blues-Schema

ich hoffe, es hilft. Viel Erfolg.

bis dann
Mic

Mr sven Offline



Beiträge: 3
Punkte: 3

06.07.2008 17:54
#3 RE: Blues Schema bitte schnell antworten Zitat · antworten

Ah cool Danke!!!
Hast mir echt geholfen!

Mr sven Offline



Beiträge: 3
Punkte: 3

06.07.2008 17:56
#4 RE: Blues Schema bitte schnell antworten Zitat · antworten
Also bei D-Dur dann:
T = d
S = g
D = h

???
B3-Player Offline




Beiträge: 54
Punkte: 72

06.07.2008 18:40
#5 RE: Blues Schema bitte schnell antworten Zitat · antworten

Zitat von Mr sven
Also bei D-Dur dann:
T = d
S = g
D = h

???

fast, aber knapp daneben ist halt leider auch daneben (nicht persönlich nehmen)
D = nicht h sondern a, aber der Rest ist richtig !

Viel Erfolg
B3-Player

http://www.blues-o-five.de/

clue Offline




Beiträge: 298
Punkte: 298

06.07.2008 19:04
#6 RE: Blues Schema bitte schnell antworten Zitat · antworten
Hallo Sven,

Du hast ja nun schon einiges gehört bzw gelesen..

Das Blues-Schema soll ein Fahrplan sein, mit dem Musiker zusammen Blues spielen können.

Tonika, Subdominante und Dominante kann man auch mit Zahlen versehen.

Wenn wir die Noten numerieren zB:

1,2,3,4,5,6,7 dann ist die Tonika auf der 1. Stufe.

Die Tonleiter kann man in Zwei Hälten teilen.

Dann ist die 1. Note der zweiten Hälte die Dominante: 5. Stufe (weil sie stark dominiert)

eine Note davor demnach die Subdominate. (4. Stufe)

So, wenn Du das Bluesschema in Kopf hast, kannst Du nun alle Tonarten spielen.
Dazu brauchst Du nur an Deinen Fingern zu zählen. 1,4,5 immer 1,4,5 !

Also C-Dur: 1=c 2=d 3=e 4=f 5=g; G-Dur: 1=g 2=a 3=h 4=c 5=d
bis 5 zählen sieht verdammt nach Qinte aus. Du kennst sicher den Quintenzirkel.

Gute Musiker haben den im Kopf. Dann geht es noch schneller.

Angefügte Bilder:
Blueschema.jpg   TLinC.jpg   TLinG.jpg   Tetrachord.jpg  
Stephan Neetenbeek Offline




Beiträge: 72
Punkte: 80

19.01.2009 14:38
#7 RE: Blues Schema bitte schnell antworten Zitat · antworten
Die anderen, besonders Reiner haben das schon sehr anschaulich erklärt. Aber wir neugierigen Menschen wollen ja immer hinter die Oberfläche schauen und Zusammenhänge verstehen, nicht wahr?

Tonika, Subdominante und Dominante bezeichnen Stufen der Funktionsharmonik, also hat jeder Akkord eine FUNKTION in der Komposition eines Blues.
Einfach ausgedrückt ist die Tonika die Stufe mit der geringsten Spannung, sehr einleuchtend, da der Tonika-Akkord auf dem Grundton aufgebaut ist, "da will man immer wieder hin", alles verweist sozusagen auf die Tonika. Meistens werden die Stücke ja auch dann damit beendet (und so die harmonische Spannung abgebaut).
C-Dur Tonika besteht aus den Tönen: C E G (Terzschichtung)
Die Dominante wiederum ist die Stufe mit der meisten Spannung zur Tonika, der Zuhörer verlangt einfach danach, das die Spannung der Dominate durch die Tonika gelöst wird.
Bsp G: G H D
Warum ist das so? Wenn du dir Melodien anschaust, siehst du, dass diese oft am Ende von der Septime (Bsp.: H) auf den Grundton (C) schließen, man sagt auch dass der Leitton zum Grundton hinführt. Die Septime ist dabei der Ton mit der größten Spannung, der Grundton der mit der niedrigsten. Erfahren kannst du das am einfachsten, wenn du die Töne mal gemeinsam auf deinem Instrument anschlägst. Die kleine Sekunde ist ein Intervall, das eine Menge "Reibung" erzeugt.
In der Dominante ist dieser Ton prominent als Terz (H) vorhanden, es reibt sich also stark mit dem C, dass der Zuhörer ja noch als Grundton in Erinnerung hat. Dies wird als Spannung wahrgenommen, die beim Zuhörer ein starkes Bedürfnis nach Auflösung in die Tonika erzeugt.
Du hast ja auch schon den Begriff Turnaround kennengelernt: Beim 12-Takt-Bluesschema wird dieser (meist) mit der Dominate beendet, so verweist dieses automatisch wieder auf die Tonika, mit der man den nächsten Chorus (Durchgang, Strophe) beginnt.
Probiere mal einfach, mit der Dominante aufzuhören, wie fühlt sich das an?

Und die Subdominante? Nun, die ist dazwischen, nicht so spannungsarm wie die Tonika, nicht so "aufreibend" wie die Dominante. Ihren Namen hat sie daher, dass sie eine Quint unter (sub) der Tonika liegt, aber man kann das (als Eselsbrücke) auch so deuten, dass sie halt weniger "dominant daherkommt", von hier aus kann es in die eine (Tonika) wie in die andere (Dominate) Richtung gehen.

Nun werden beim Blues natürlich meist nicht Dreiklänge, sondern Vierklänge mit eigentlich nicht diatonischen Septimen verwendet. Das verschärft die Spannungsverhältnisse nochmals wie Chillie!, denn bei der Auflösung von G7 (G H D F)nach C7 (C E G Bb) werden gleich drei kleine Sekunden (= krasse Reibungserzeuger) aufgelöst. Und welche sind das?

Das 12-Takt-Schema ist übrigens an sich schon eine Vereinfachung, besonders bei den alten Bluesmeistern, und besonders bei Solisten, findest du öfter abweichende, auch krumme Taktzahlen, darunter auch 11 1/2 etc.

Bluenotes und Intonation
Neben diesen funktionsharmonischen Betrachtungen werden im Blues auch noch besondere Töne gespielt, die sogenannten Bluenotes, die aus der afrikanischen Pentatonik stammen, in der die Tonabstände anders (und gleitender) verstanden werden als in unserer europäischen Musik.
Meist wird von einem Ton gesprochen, der zwischen kleiner und großer Terz liegt, sowie einem zwischen reiner und verminderter Quinte.
In der europäischen Literatur werden diese "Blue Notes" häufig als "traurig" beschrieben, anderswo (leider weiß ich nicht mehr wo) habe ich aber mal gelesen, dass diese von Afrikanern eher als ekstatisch empfunden werden. Wer hat nun recht?
Hört man bei den Meistern genauer hin, wird man aber auch andere Töne als ineinander gleitend, eigenwillig intoniert erhören. Ich würde sagen, der Blues hat mit unserer europäischen temperierten Stimmung wenig zu tun, er ist in gewisser Weise mikrotonal bzw. frei angelegt, wobei jeder Künstler seine eigene Intonation anwendet, woraus sich klar erkennbare Personalstile ergeben (zusammen mit Rhythmik, Klang, Improvisation und Arrangement natürlich).


Hier findest du eine nützliche Information mit Links zu den Begriffserklärungen (Tonika, Dominante & Co.) und vielen Infos zur Geschichte:
http://de.wikipedia.org/wiki/Blues#Das_Blues-Schema

"Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (Karl Valentin)
http://www.stephanneetenbeek.de

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