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24.06.2010 16:02
18.06.10 Piano Power Station und Engerling Zitat · antworten

Am Morgen übte ich noch Wiederbelebungstechniken bei den Maltesern in B. - Charlottenburg und am Abend gab es dann den „Narkoseblues“ in B. - Friedrichshagen. Das passt doch. Ja, es passte! Nach langer Abstinenz endlich wieder „Engerling“. Noch war es nicht so weit. Zuvor gab es erst einmal Boogie-Woogie, Blues und Rock’n Roll, dargeboten von der „Piano Power Station“.

Überpünktlich betraten die drei Herren die Bühne und zeigten sich unbeeindruckt von den leeren Reihen im Freiluftkino Friedrichshagen. Ja, das war Power pur. Es ist mühselig darüber nachzudenken, ob es am Wetter oder an Fußball-WM lag, dass nur wenige Leute den Weg nach Friedrichshagen gefunden hatten.
Kopf des Trios ist Harald Wittkowski. Mit seinem musikalischen Werdegang hatte ich mich erst unlängst beschäftigt, als ich zu „Drudenfuß“ recherchierte. Weitere Stationen waren „Joco Dev“ und die Hardrockband „Babylon“. Ende 1981 stieg er dann bei „P.O.N.D“ ein, eine Ostberliner Band, die elektronische Rockmusik nach dem Vorbild von „Tangerine Dream“ spielte und ziemlich erfolgreich war. Ab 1994 war Wittkowski solistisch tätig. 1999 gründete er gemeinsam mit seinem Meisterschüler Hendrik Hache die Power Station. An den drums saß damals Frank Hille, in der DDR mehrfach als Schlagzeuger des Jahres ausgezeichnet.
Heute wird Wittkowski von Robby Hund (dr) und Martin Zöllig (key) begleitet. Back to the roots, zu den Ursprüngen der Pop- und Rockmusik, hieß das Motto der Band. Die Spielfreude der Musiker stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Bill Haley hätte seine Freunde an der frischen, lebendigen Musizierweise der Formation gehabt. Interessant auch die eigenwilligen Improvisationen von Bernsteins „America“ oder dem Klassiker „Chattanooga Choo Choo“. Im Repertoire der Power Station gibt es inzwischen auch Eigenkompositionen. Besonders „Power Machine“ und „Last Summernight“ sind mir im Gedächtnis geblieben. Wittkowski – ein Energiebündel; verließ des Öfteren seinen Platz am Piano, wandte sich mit kurzen Ansagen an das Publikum, haute schon mal gemeinsam mit seinem Drummer auf das Schlagwerk, feuerte seinen jungen Kollegen an und sorgte so für den Zusammenhalt der Formation. Nach gut einer Stunde wurde die „Piano Power Station“ mit reichlich Beifall verabschiedet.

Dann kam Engerling. Aus gesundheitlichen Gründen hatte man lange pausiert und nun startete man wieder durch und das gleich richtig: Dessau, letzte Woche dann Luckenwalde und an diesem Wochenende Berlin und Heyrothsberge. „Boddi“ ließ sich nichts anmerken, zeigte sich gut gelaunt, scherzte mit seinem Publikum und überspielte locker den „Ausrutscher“, als er sich auf der Suche nach der richtigen harp vergriff!
Am Schlagzeug ein neues Gesicht: Friedemann Schulz. Schulz ist einer der vielen Ex-Engerlingmusiker. Das ist nicht verwunderlich. Schließlich ist man im 35. Jahr des Bestehens.
Neben dem „Narkoseblues“ gab es den „Gleichschritt“, das „Herbstlied“, das „Muschellied“…, aber an diesem Abend waren auffallend viele Stonessongs im Programm – und aus Bob Dylan wurde plötzlich „Wild Thing“. Vielleicht war es ja die Generalprobe für das open air in Oettersdorf, wenn es dann am 10.07. Punkt 13:00 Uhr heißt: „Engerling spielt Stones“.
Blues

Der Blues muss bewaffnet sein, sonst glaubt dir kein Schwein.

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