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Listinus Toplisten
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Dieses Thema hat 56 Antworten
und wurde 19.214 mal aufgerufen
 Blues - allgemeine Diskussion
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watisblues Offline




Beiträge: 41
Punkte: 41

02.01.2007 21:57
#31 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

Hallo b.b.

die Ausführungen von chili kann ich aus meiner Erfahrung zu 100% unterschreiben. Zusätzlich könnte man mal gucken, ob es in Wohnortnähe Musikerstammtische o.Ä. gibt. Außerdem ist es häufig bei speziell veranstalteten Sessions so, das dort eine Menge Musiker ohne Bandbindung mitmischen. Einfach ansprechen, denn Fragen kost' ja nix. Häufig merkt man bei einem Gespräch schon, ob die Chemie stimmt. Ich habe es in der Vergangenheit dann so gehalten, das nach einer Testprobe schon relativ klar ist, ob man musikalisch und von der Zielsetzung her zusammenpasst. Wenn Bedenken da sind, habe ich das auf jeden Fall immer freundlich aber klar mit dem "Kandidaten" besprochen. "Festhalten und Weitersuchen" bringt die Band nicht weiter.

Gruß von der Ostsee

Wolle
http://www.wat-is-blues.de
http://www.bluesfire.de

b.b Offline




Beiträge: 20
Punkte: 20

03.01.2007 00:25
#32 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

tja
was spiele ich?
ich versuche dann und wann jazz zu spielen ,(hören tu ich ihn onehin gerne) das haut aber nicht immer hin dank meiner begrenzten fähigkeiten auf diesem gebiet..

außerdem kann ich mich durchaus mit rock und rocknroll anfreunden

sprich little richard ,elvis.chuck berry ,beatles, stones, ac/dc

hauptsächlich bin ich aber doch blueser.
mein haupteinfluss ist eindeutig eric clapton ( natürlich vor allem seine bluesigen sachen)
außerdem mag ich b.b. king robert cray noch sehr gerne
das sind so meine top 3 blueser im moment
also eher mehr der etwas in die richtung bluesrock gehende blues (auch gary moore darf mal sein)
aber auch mit leuten wie robert johnson und blind lemon jefferson kann ich was anfangen

jetzt weißt du in etwa ( vll auch etwas zu auschweifend) was ich machen will

suchen täte ich jetzt nur noch ne band beliebiger formation die mich haben will/braucht
gigs könnte ich mir schon vorstellen, ich glaube dazu spiel ich bereits ausreichend sicher und "gut"
wenngleich ich nicht den eindruck erwecken möchte das ích mich selber lobe

grüße b.b.


John Offline




Beiträge: 385
Punkte: 385

20.05.2007 17:48
#33 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

Hoffen wir mal nicht Freunde, sonst würden wir unsere (gesamte) musikalische Lebenszeit mit samt unserer Auffassung darüber echt verplempern...
Also bleiben wir alle mal locker hier Freunde, denn das wird niemals geschehen.
Der Blues ist nicht nur eine Lebenseinstellung für viele von uns, sondern auch ein großes Ventil der mentalen inneren Kraft!
John

In jedem Menschen steckt ein Funken der Hoffnung, sich eines Tages selbst zu finden und hoffentlich auch noch wieder zu erkennen...

BlueToneGuitar Offline




Beiträge: 1.035
Punkte: 1.035

20.05.2007 19:55
#34 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

..... tatsächlich interessante Sichtweise, ............. irgendwie. Aber auch die Dinosaurier
gab es irgenwnn nicht mehr. Ich habe das Gefühl das wir, also unsere Generation, die letzte
Ihrer (Blues-) Art ist. Auch in USA stirbt der Blues leider mehr und mehr aus. Wir haben somit
die Verantwortung das Kulturgut "Blues" am leben zu halten.

Aber es gibt ja immer noch die Konserve und wir, lieber Hans, haben einen Teil dazu beigetragen
dieser Musikform neue Impulse zu geben . Damit ist auch ein zeitgemäßes Format entstanden.
Wie alles im Leben muß sich auch der Blues weiter entwickeln.

Grüße aus dem Rhein- Düssel Delta

Dietmar

John Offline




Beiträge: 385
Punkte: 385

20.05.2007 20:07
#35 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

... Vielen Dank für die Blumen aber man(n) sollte nicht so sehr ins LEERE fallen ;-)
Ich denke die Dinos hatten ihren Blues als die Scheiße zu kochen anfing, nur hatten sie leider nicht die Möglichkeit gehabt vorher ins Tonstudio zu gehen um ihre "Mucke" zu konservieren
Da sieht das mit uns Zweibeinern aber schon ganz anders aus...
Gruß

In jedem Menschen steckt ein Funken der Hoffnung, sich eines Tages selbst zu finden und hoffentlich auch noch wieder zu erkennen...

chili Offline



Beiträge: 86
Punkte: 86

21.05.2007 08:53
#36 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

Hi,

die Dinos haben sich immerhin selbst konserviert und zeigen uns das heute in den schönsten Versteinerungen. Das schaffen wir mit CDs bestimmt nicht.

Aber eine Frage mal: Es ist oft davon die Rede, dass sich der Blues weiterenzwickeln soll/muss. Aber wie? Hat da jemand konkrete Vorstellungen? Wenn man sich zu sehr von der Bluesform entfernt, ist es irgendwann kein Blues mehr. Würde mich echt interessieren, wie ihr das seht...

Gruß
Jürgen

dr. mojo Offline




Beiträge: 1.060
Punkte: 1.068

21.05.2007 09:52
#37 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

Hallo,

das mit der Weiterentwicklung des Blues ist meiner Meinung nach - wie so vieles im Leben - reine Geschmackssache.

Ich persönlich gehöre eher der "traditionellen" Fraktion an und mag den Blues in seiner Ursprünglichkeit.

Ich denke da z.B. an einen Filmausschnitt aus der DVD-Box "The Blues" von Martin Scorcese, wo ein - mir nicht bekannter - Musiker mit seiner Band einen Blues-Klassiker grölt und ihn nahezu bis zu Unkenntlichkeit verpunkt.

Naja, wenn es dafür keinen einzigen Fan geben würde, würde es sowas ja nicht geben. Aber mir gefällt so etwas überhaupt nicht. Es hat für mich nahezu nichts mehr mit Blues zu tun.

Das wäre in etwa so, als wenn jemand klassische Musik mit verzerrter Gitarre und Stakkato-Gröhl-Gesang verfremden würde.
Das ist in meinen Augen keine Weiterentwicklung, sondern etwas völlig anderes, was mit dem Ursprünglichen nichts mehr zu tun hat.

Herzliche Mojo-Grüsse aus dem Bergischen Bermuda-Dreieck von

Dr. Mojo

http://www.drmojo.de



cyril Offline



Beiträge: 8
Punkte: 10

21.05.2007 12:32
#38 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

Stirbt der Blues??? Wohl kaum. Auf diese provokative Frage gibt es nur eine provokative Antwort: Der Blues stirbt nicht sondern ihr seid alle schon längst tot. Ist euch denn noch nie aufgefallen, daß sich auf allen Sessions seit Jahren nichts verändert hat? Ich bin seit ca. 3 Jahren sessionmäßig dabei und höre, daß alle die Gitarristen heute genauso spielen wie sie es immer getan haben, dieselben Stücke, dieselben Fehler, dieselbe Langeweile. Die drei, vier Cracks, die dabei sind, spielen zwar sehr gut, W.Flammersfeld, Kai Strauss usw, aber eben auch unverändert gut. Ich habe einmal versucht, auf einer Session ein Stück ein wenig anders zu spielen, aber da hat es beinahe einen Hexenprozeß wegen Gotteslästerung gegeben. Übrigens, wenn ihr Blueser in der Lage wärt, ein Leadsheet zu lesen und zu benutzen, dann wäre es auch nicht so schwierig, bei den Sessions mal andere Sachen zu spielen. Macht weiter mit der Flanellhemd-Blues Fraktion, dann wird die Entwicklung des Blues an euch vorbei gehen und ihr werdet es nicht einmal bemerken.

chili Offline



Beiträge: 86
Punkte: 86

21.05.2007 12:41
#39 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

Hi cyril,

mal abgesehen davon, dass dein Beitrag ziemlich pauschal alle Teilnehmer als rückständige Flanell-Blueser abqualifiziert: Sag mir doch bitte mal, wo die Entwicklung im Blues ist, dass auch ich das endlich mal kapiere. Das lesen eines Lead Sheets ist es sicher nicht. So bewegt sich deine Kritik im luftleeren Raum. Und das mit der Gotteslästerung nehme ich dir nicht ab. Ich kenne keinen Blueser, der derart borniert wäre.

Gruß
Jürgen

Bassopa Offline



Beiträge: 56
Punkte: 56

21.05.2007 12:45
#40 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

@cyril

genauso isses

wehe wenn man mal einen Ton slapt... kommt gleich die Bluespolizei

viele Grüße
Alex

chili Offline



Beiträge: 86
Punkte: 86

21.05.2007 12:56
#41 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

Hallo Bassopa,

entschuldige bitte, aber das ist doch Schwachsinn. Wer oder was ist denn die Bluespolizei? Es gibt soviele Blues-Aufnahmen mit funkigen Bässen, habe selbst jahrelang mit so einem Slapper zusammengespielt. Da hat sich nie jemand drüber beschwert. Ihr haut hier solche Behauptungen in die Gegend, da wünscht man sich wirklich mal konkrete Beispiele oder zumindest irgendwelche argumentativen Untermauerungen. Ich habe ein offenes Ohr für andere Techniken/Stilistiken und finde es gut, wenn man sowas in seine eigene Musik einbaut. Nur eben nicht mit Krampf, das geht schief.
Gruß
Jürgen

cyril Offline



Beiträge: 8
Punkte: 10

21.05.2007 13:12
#42 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

Hi Chili
Warst du schon mal in Recklinghausen von Anfang an auf der Session? Einmal hören und genießen und dann immer erst gegen 22:00 kommen. Da ist der Flanellhemd-Blues in Reinkultur und woanders ist er tendenziell und zum Teil unterschwellig auch dabei.
So, aber, jetzt bin ich mal in mich gegangen und habe überlegt, wer von allen Musikern auf Sessions denn wirklich mal etwas Überrschendes oder so gebracht hat... Tja...
Das Lesen eines Leadsheet ist es nicht, richtig, würde aber helfen. Und ich binb mal auf offener Bühne von so einem Blues-"Experten" zur Ordnung gerufen worden, weil ich bei einem Lied anders als üblich phrasiert habe.

chili Offline



Beiträge: 86
Punkte: 86

21.05.2007 13:27
#43 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

@cyril,

das hört sich doch schon ganz anders an. Nein, in Recklinghausen war ich noch nie auf einer Session. Das Forum ist hier zwar Pott-dominiert, aber ich lebe in Hannover. Wenn du da einmal von einem Besserwisser belehrt wurdest: Na und? Deppen gibts überall.

Auf unseren sporadischen Sessions ist das musikalische Niveau sehr niedrig. Ich erwarte allerdings von einer Session auch nicht viel, man verständigt sich eben auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Ihr scheint ja bei euren Sessions Profis dabei zu haben. Die gibts bei uns nicht. Ich denke aber, dass musikalischer Purismus sich meist bei Nicht-Musikern findet. Wer selbst spielt, hat meist ein offenes Ohr. Die Frage bleibt jedoch: Wie den Blues weiterentwicklen, ohne dass er seine Identität verliert? Ein mal anders gepieltes Lick reicht da wohl kaum aus... Um auch mal frische Zuhörer zu gewinnen, muss aber was passieren.
Gruß
Jürgen

BlueToneGuitar Offline




Beiträge: 1.035
Punkte: 1.035

21.05.2007 13:48
#44 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

Hallo Klaus, hi Chilli,

den traditionellen Blues welcher von Doc. Mojo interpretiert wird ist einfach klasse und hat auch absolut seine Daseinsberechtigung und soll auch weiter gepflegt werden. Auch ich bin ein großer Freund dieser
traditionellen Bluesform.

Dennoch ist festzustellen das seit der Zeit eines z.B. Robert Johnson bis zum heutigen Tag der Blues sich in verschiedener Art und Weise verändert oder auch entwickelt hat. Verschiedene äußere Einflüsse aber
auch technische Veränderungen im Equipment haben dazu beigetragen. Zum Teil sind neue Klangfarben
oder Instrumentierungen hinzu gekommen. Auch die Vermischung verschiedener Stilistiken hat den Blues
ein anderes Erscheinungsbild gebracht. Ob es hierbei schon „Fusion“ oder noch „Blues“ ist sei jedem Hörer dieser Musik selbst überlassen. Z.B. bringen diverse Jazz- oder sogar auch Rap- oder Reggae- Elemente durchaus interessante Klangfarben in den klassischen Blues. Auch stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage ob der Blues immer aus 12 Takten und 3 Akkorden bestehen muss?

Ich denke der Blues bewegt sich in einer sehr weiten Bandbreite und ein wirkliches Ende der Entwicklung dieser Musikform ist noch nicht erreicht. Ob diese Entwicklungen und vielleicht sogar Entgleisungen jedem gefallen sei dabei einmal außen vor gelassen. Auch ist nicht der Punkt das sich der Blues weiter Entwickeln muss, aber er entwickelte sich seit den Anfängen weiter und wird sich weiter Entwickeln. Das ist halt der Lauf der Natur, der Evolution, der äußeren Einflüsse die unaufhaltsam auf uns Einwirken.

Einen schönen Blues Gruß aus dem Rhein- Düssel Delta

Dietmar

chili Offline



Beiträge: 86
Punkte: 86

21.05.2007 14:05
#45 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten
Hi Bluetone,

stimmt, was du schreibst. Allerdings bestand der Blues noch nie nur aus drei Akkorden und einem zwölftaktigen Schema. Das ist zwar die verbreitetste Form, aber 8-, 16, 24-takte sind nicht grade neu und mehr als drei Akkorde hatte wohl auch schon Robert Johnson drauf. Diese Vorurteil mit den drei Akkorden/12 Takten ist leider nur schwer auszuräumen. Ein Beispiel: Unser Drummer sah das vor seinem Eintritt in unsere Band auch so und war ganz erstaunt, dass das überhaupt nicht so sein muss, und dass er sich trommelmäßig richtig ausleben kann und nicht nimmer nur Shuffle spielen muss. Das Ende der Fahnenstange sehe ich bei der technischen Entwicklung. Bei Instrumenten und Verstärkern tut sich nix mehr, und die meisten hier spielen doch Equipment aus den 60ern oder 70gern...

Gruß
Jürgen
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