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Dieses Thema hat 56 Antworten
und wurde 18.714 mal aufgerufen
 Blues - allgemeine Diskussion
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BlueToneGuitar Offline




Beiträge: 1.035
Punkte: 1.035

21.05.2007 17:58
#46 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten
........ stimme hier vollkommen zu Jürgen. Man muß halt etwas Experimentierfreudig sein und
gelegentlich eingetretene Phade verlassen. Vor allem aber nich alles zu Eng sehen.

Zur Technik: Das größte Problem sehe ich in den immer beschissener werdenden Röhren!?!? Ich
denke in nicht mehr langer Zeit wird es hier heißen: "Last Order"! Und dann? Werden virtuelle
Verstärker besser als heute oder eröffnen sie völlig neue Soundwelten indem sie altes nicht
Simulieren sondern völlig neue Ansätze im Schaltungsdesign haben? Wir wollen 'mal abwarten.

Schönen Gruß

Dietmar
orgmic Offline




Beiträge: 276
Punkte: 408

23.05.2007 01:27
#47 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

na, das's ja mal ein richtiger Power-Thread. Ich bin dem Blues bewußt erst 2003 begegnet, nachdem ich in den 70er Jahren halt die üblichen Led Zeppelin/Purple/Status Quo/Ten Years After und - Beatles gespielt und geliebt habe. 2003 traf ich dann HF auf einem Schülerrock Festival. Sein Blues geht weiter, greift die angesprochenen Standards auf und spielt auf geniale Weise mit Ihnen, so dass sie letztlich völlig neu klingen aber den Zauber und Herzschlag der Originale - ich will fast sagen - vollenden. Ist vielleicht ein bißchen dick aufgetragen, aber so empfinde ich es.

Bei uns in Wermelskirchen gibt es eine sehr offene und gute Jazz Session - da habe ich dann wieder die fließenden Übergänge zwischen Blues und Jazz gehört und gesehen, wie ich sie schon mal bei Angela Brown und Jan Luley erlebt habe: Backwater Blues, St. James Infirmiry Blues, Send me someone to love u.v.m. Mit einem Jazzgitarristen und einer Sängerin habe ich dann mal mit 2/5/1/6 Akkorden in vielen Varianten zunächst swingig improvisiert, dann kam plötzlich Blues und die erweiterten Grundmodulationen bis hin zur gehobenen "Georgia" Variante und siehe da, der Blues hat auch musikalisch eine unendliche Vielfalt, man muss sich nur trauen. Dazu ist ja oben schon viel gesagt worden.

Auf unserer Blues-Session in Wermelskirchen sind oft "Blues-Neulinge", die aber plötzlich vom Blues fasziniert werden und völlig unvoreingenommen ihre Erfahrungen einbringen. Da klappt der "Stormy Monday" nicht auf Anhieb, sondern wird schonmal zum funkigen 6/8 oder zum Schunkelblues - aber gerade das ist das Spannende. Zitat eines Slappers: "War übrigens sehr cool gestern. Blues macht wirklich Spaß und die Atmosphäre im Bistro hat mir sehr gut gefallen! Da komm ich noch öfter hin!"
Und: Nur Sprechenden kann geholfen werden - man muss sich ja auf den Sessions nicht anblaffen, wenn mal einer was ausprobiert - man kann auch drüber sprechen und sich einigen. Die Sache mit den Leadsheets ist manchmal gar nicht so schlecht, da haben uns die Jazzer mit den Real Books was voraus. Gibt's sowas nicht auch für den Blues?

Gruß
Mic
http://www.dirxmusic.de




John Offline




Beiträge: 385
Punkte: 385

23.05.2007 01:40
#48 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

Hallo Mic,
gibt es, aber kaum einer geht diesen Weg...
Warum, da hab' ich auch keine perfekte Antwort drauf.
Obwohl alles so einfach wäre, zicken die meisten einfach irgendwie so rum
Gruß
John

In jedem Menschen steckt ein Funken der Hoffnung, sich eines Tages selbst zu finden und hoffentlich auch noch wieder zu erkennen...

chili Offline



Beiträge: 86
Punkte: 86

23.05.2007 08:32
#49 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten
@orgmic

Hi,

wenn du früher Ten Years After und Ähnliches gehört hast, warst du aber schon sehr nah dran am Blues. Grade TYA würde ich fast als reinrassige Bluesband bezeichnen. Ich beschäftige mich mit dem Blues seit rund 35 Jahren, deswegen finde ich wahrscheinlich auch nicht viel Neues im Blues - alles schon mal dagewesen, Neuneinhalbtakter oder funkige Bässe, alle möglichen Instrumente ... Aber es ist natürlich immer schön, wenn jemand für sich selbst entdeckt, dass der Blues überhaupt nicht dem gängigen Klischee entspricht, sondern eine extrem offene Musikform ist, die in der Lage ist, fast alles zu adaprieren. Deswegen braucht man meiner Ansicht nach auch keine Lead Sheets, ich habe auch noch nie welche gesehen. Beim Jazz sehe ich das schon eher ein, da spielt man nicht einfach mal so eben mit...

Gruß
Jürgen
PS: heiße übrigens hinten genauso wie du, nur mit noch einem "c" drin.
netzteil Offline




Beiträge: 167
Punkte: 185

27.05.2007 14:28
#50 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

Nä, datt kann ich nich so stehen lassen!
Das Forum ist nicht "pott-dominiert".
Die meisten kommen IMHO aus dem bergischen, D-dorf, LEV usw.

@Wolli: stimmt das überhaupt ? =:-)

Bis die Naechte...
Grend Blues Session - Udo Marx
http://www.netzteil.com/session/

wolli Offline




Beiträge: 1.968
Punkte: 2.052

27.05.2007 23:28
#51 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

naja..so hat es zumindest angefanngen.. nun erobern wir NRW, ja sogar Teile von Nord- und Süddeutschland..die Niederlande..

und bald die ganze Welt..lach

Gruß, Wolli

dr. mojo Offline




Beiträge: 1.060
Punkte: 1.068

28.05.2007 08:32
#52 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

Hallo,
damit man besser sehen kann, wer hier im Forum ist, möchte ich nochmal Werbung dafür machen, sich in der Landkarte einzutragen.
Viele neue User wissen vielleicht noch gar nichts von diesem netten feature.

Herzliche Mojo-Grüsse aus dem Bergischen Bermuda-Dreieck von

Dr. Mojo

http://www.drmojo.de
http://www.midnighttrain.de
http://www.akustiksession.de


chili Offline



Beiträge: 86
Punkte: 86

29.05.2007 08:41
#53 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

:-))) ist für mich norddeutschen Ignoranten alles Pott. Die lokalen Feinheiten und Abgrenzungen sind bis hierheir noch nicht durchgedrungen.

Gruß
Jürgen

guennes Offline




Beiträge: 1.212
Punkte: 1.212

29.05.2007 08:47
#54 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

hihihi, oberhalb Münster ist Südschweden, südlich von Frankfurt fängt Norditalien an und hier ist der Nabel der Welt....

...der Hausmeister
http://www.oldwoodhouse.de/

the home of handmade food
& handmade entertainment

http://www.gunnarkohleick.de/

Kurt Schröder Offline




Beiträge: 125
Punkte: 125

30.05.2007 21:35
#55 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

Das ist schon echt ein "Dickes" Thema, persönlich glaube ich nicht daran das der Blues ausstirbt, denke...er hat die gleiche Berechtigung wie Klassik oder Jazz oder wenn`s denn sein muß die Volks(verdummungs)Musik schlecht hin.
Was mir auffällt, das in Deutschland also unsere Region hier, weit mehr als Hälfte der Bluesmusiker sich mit Bluesrock beschäftigen, mag sein das ich das nur subjektiv empfinde, im Bluesrock sehe ich eigentlich kaum eine Weiterentwicklung (bitte schreibt, wenn ihr das anders seht)
Nun bin selber ja Hobby-Bluesharper und auch hier beobachte ich in unseren Lande eine Tendenz bei vielen meiner Kollegen (also...bitte nicht persönlich angesprochen fühlen, es liegt mir total fern irgend jemanden persönlich in eine bestimmte Ecke zu stellen)
Was ich meine ist hier die "Steve Backer" Manie,Ups! lieber Steve...das ist auch nicht persönlich, aber viele Kollegen hören sich verdammt genau wie Steve an, oder besser versuchen es ihm nach zu eifern, da glaube ich... und das soll mal nur so als Beispiel dienen liegt der Hase im Pfeffer, es fehlt dann oft an Experimentierfreude, vieles hört sich dann...Verzeihung ! gleich langweilig an, nur wer Lust hat auf neue Ufer hat ...trägt weiter dazu bei den Blues neues Leben einhauchen, und da sind wir alle angesprochen...aber wir sind leider auch meist keine Wunderkinderdenen alles so leicht in den Schoß fällt, einer fällt mir da z.B. doch noch spontan ein Wunderkind ? ...weniger oder doch ? ...gesehen und gehört im Topos in Leverkusen "Carlos del Junco" der gute Mann kommt aus Kanada und spielt eine unglaubliche Harp, wer es nicht glaubt der soll sich mal die CD von ihm "Blues Mongrel" anhören.
Hier erlebt und fühlt man die Weiterentwicklung des Blues sehr deutlich.
Dann noch etwas zu dem Thema "Auftritte werden immer weniger" da ist festzustellen, auf dem Lande hast du wahrscheinlich bessere Möglichkeiten zu spielen, scheint so das in den Ballungsgebieten die Luft für Bands dünner ist. Also...wir kommen aus der lieblichen Eifel...(etwas Reklame muß sein ) hatten hier mit der Kokomo Blues Band gerade jetzt sehr schöne und z.T. nicht gerade alltägliche Auftritte, Beispiel zur Neueröffnung eines Roten Kreuz Gebäudes in Euskirchen oder in kürze...Auftritt in der Reha Klinik in Marmagen...ungewöhnlich ?? ja!!...aber alles andere als Anzeichen das der Blues stirbt,...man hätte ja auch eine "humtata" Truppe arangieren können....also lieber Blues..ich sag mal...du lebst..und datt ist doch schön oder ??
schöne Grüße an euch alle
Kurt

orgmic Offline




Beiträge: 276
Punkte: 408

03.06.2007 13:24
#56 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

Ich bekam neulich eine Anfrage für einen 60. Geburtstag. Das Geburtstagskind sei Bluesfan und man möchte ihn überraschen. Es war eine Kneipe gemietet, max. 30 m² - und man könnte auch nicht viel zahlen, da die Nachbarn zusammenschmeißen. Spieldauer max. 1 Stunde, und bloß nicht so laut. Ich habe ihm angeboten, ein akustisches Gitarre/Harpduo zu besorgen. Das fanden sie gut. Ja, MoJo, da wärt Ihr wahrscheinlich richtig gewesen, aber ich habe Jürgen und Richard (Open Bluesband) gefragt. Nun, der Rest der Truppe wurde hellhörig: "Akustisch? Unplugges? Da machen wir mit!" So sind wir dann mit kompletter Besetzung, Kajon, Westentaschenpiano und einer Aktivbox als Gesangsanlage angerückt, zum Mixen habe ich einen 16-Kanal Multitracker mitgenommen.

Wir fanden uns dann inmitten von 16 !!! Gästen, einschließlich Geburtstagskind. Dieses war tatsächlich der einzige Bluesfan, aber...

Wir haben fast 3 Stunden spielen müssen, haben eine fürstliche Gage gekriegt (weit mehr als z.B. beim BLUES-SCHMUS-APFELMUS ABZOCK FESTIVAL), frei Essen und Trinken bis zum Abwinken, Abbau und Verladen des Equipments in 15 min und: Wolfgang Petri hätte keine bessere Stimmung machen können als wir mit unserem traditional Blues, sogar Stücke wie "Mother Earth" wurden frenetisch gefeiert. Höhepunkt war der Hoochie Coochie Man, bei dem zuerst Jürgen, dann das Geburtstagskind selbst und anschließend zwei Nachbarn den Leadgesang übernahmen. Es hat allen, auch uns, tierisch Spaß gemacht! Glücklicherweise habe ich alles mitgeschnitten, und so wurde sogar noch eine richtig gute unplugged CD-daraus! Ganz nebenbei: die anderen 15 Nicht-Blueser waren so begeistert, dass ein Großteil von ihnen nun Dauergäste unserer Blues-Session wurden. Also, ich denke nicht, dass der Blues stirbt, und er bringt es nun mal mit sich, dass man zu den verschiedensten Gelegenheiten seine Geschichten an ungewöhnlichen Orten mit Musikbegleitung erzählt. Als Folgegig werden wir zur Eröffnung eines Küchenstudios spielen!!!

bis dann
Mic

John Offline




Beiträge: 385
Punkte: 385

03.06.2007 14:30
#57 RE: stirbt der Blues ?? Zitat · Antworten

... immer schön so etwas zu hören!!!
Blues ist nicht nur einfach eine Musikrichtung - sondern auch eine tiefe Herz- und Seelenverbindung!!!


Feine Grüße
John

In jedem Menschen steckt ein Funken der Hoffnung, sich eines Tages selbst zu finden und hoffentlich auch noch wieder zu erkennen...

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